Pressespiegel


06/10/10

Neuer Internetauftritt im Rahmen des Förderprogramms „Aktive Kernbereiche“ in Hessen

Wenn es um die Informationen der Bevölkerung geht, agiert die Viernheimer Stadtverwaltung offensiv. So auch beim Thema Viernheimer Innenstadt mit der neuen Homepage „innen-findet-stadt“ – eine zusätzliche Informationsquelle, ein neuer Internetauftritt im Rahmen des Programms „Aktive Kernbereiche“ in Hessen.

Seit Montag dieser Woche kann man unter www.aktive.kernbereiche.viernheim.de per Mausklick grundsätzliche wie aktuelle Informationen rund um das Thema Innenstadt abrufen. Etwa auf der Startseite zum Thema „Lokale Ökonomie“, oder unter der Rubrik „Aktuelles“ wichtige Veranstaltungstermine oder Projekte wie das Handlungskonzept nebst Fassaden-Leitbild und vieles andere mehr.

Links auf andere Homepages wie beispielsweise Citygemeinschaft Viernheim, Kunsthaus, Sommerbühnenkalender oder k.maliske@foerderband-viernheim.de (Projektleiterin „Lokale Ökonomie“) runden den neuen Informationsservice ab.

Wichtige Dokumente wie das integrierte Handlungskonzept etc. sowie aktuelle Formulare und Anträge kann man bequem downloaden.

Bürgermeister Matthias Baaß würde sich freuen, wenn interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie die Anwohner und Gewerbebetreibende der Innenstadt von dieser neuen Informationsmöglichkeit regen Gebrauch machen würden, heißt es in einer Pressemitteilung der städtischen Presse- und Informationsstelle. Etwa bei der aktuellen Frage, wie ich am besten an Fördermittel komme, was die Förderrichtlinie „Lokale Ökonomie“ im Einzelnen beinhaltet, wie der Geltungsbereich „Innenstadt“ abgegrenzt ist und vieles andere mehr.
 
Ansprechpartner:
Corinna Simeth
Amt für Stadtentwicklung und Umweltplanung
Telefon: 06204/988-296


Zur Information:

„Innen-findet-stadt“

Aktive Kernbereiche

Die Stadt Viernheim ist mit ihrem Kernbereich zum 31. Oktober 2008 in das Programm „Aktive Kernbereiche“ in Hessen aufgenommen worden. Mit dem Förderprogramm gibt das Land Hessen den Programmkommunen ein neues Instrument an die Hand, um negative Entwicklungstendenzen in Kernbereichen aufzuhalten und umzukehren. Dabei wird insbesondere auf die Kooperation der Innenstadtakteure und auf die Bündelung vorhandener Ressourcen Wert gelegt.

Die Fördermittel können für Investitionen und investitionsvorbereitende Maßnahmen zur Profilierung und Standortaufwertungen insbesondere eingesetzte werden für:

• die Aufwertung des öffentlichen Raums (Straßen, Wege, Plätze),
• die Instandsetzung und Modernisierung von das Stadtbild prägenden Gebäuden (einschließlich der energetischen Erneuerung),
• Bau- und Ordnungsmaßnahmen für die Wiedernutzung von Grundstücken mit leerstehenden, fehl- oder mindergenutzten Gebäuden und von Brachflächen einschließlich werthaltiger Zwischennutzung
• Innenstadt- oder stadtteilbedingten Mehraufwand für den Bau oder die Herrichtung von Gebäuden und ihres Umfeldes für Handel, Dienstleistungen, innenstadt- oder stadtteilverträgliches Gewerbe,
• City-Management und die Beteiligung von Nutzungsberechtigten und von deren Beauftragten im Sinne von § 138 BauGB sowie von Immobilien und Standortgemeinschaften
• Teilfinanzierung von Verfügungsfonds, Leistungen Beauftragter

Standort Innenstadt

Der innenstädtische Kernbereich Viernheims um die stadtbildprägende Apostelkirche umfasst eine Fläche von rund 20 ha und ca. 1.500 Einwohnern. Dieser ist gewachsen aus einer dörflichen Struktur mit wenigen, erst in den letzten 120 Jahren entstandenen, repräsentativen Gebäuden. Die städtebauliche Struktur ist geprägt von engen Straßenräumen, hoher Bebauungsdichte und tiefen Grundstücken. Die Flächensanierung der 60er- und 70er-Jahre hat in einem sehr kurzen Zeitraum mit ihren Großstrukturen und Aufgabe der Baufluchten die Maßstäbe ungünstig verändert. Funktionell sind im Kernbereich vor allem öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Verwaltung, Hallenbad und Stadtbücherei platziert, ergänzt durch tertiäre Nutzungen von Banken und Ärzten. Zudem ist die Innenstadt durch einen hohen Wohnanteil geprägt. Der Einzelhandel ist nicht (mehr) die tragende Funktion des Kernbereiches, er beschränkt sich zunehmend auf die Nahversorgung.

Der Kernbereich Viernheims erfüllt insgesamt in vielen Bereichen trotz sichtbarer Bemühungen noch nicht den Anspruch einer lebendigen Stadtmitte. Insbesondere die schwache Einzelhandelsfunktion in Zusammenhang mit Substanz- und Funktionsmängeln im öffentlichen Raum wie bei einigen privaten und öffentlichen Gebäuden mindern die Attraktivität des Stadtzentrums.

Auf der Homepage ist zu erkennen, welche Bereiche das Fördergebiet konkret umfasst.

Handlungsfelder

Die Innenstadt ist die Visitenkarte einer Stadt. Ihr Bild steht letztlich für die Gesamtstadt. Sie bedient die Ansprüche vieler Nutzer, bietet Aufenthaltsräume und muss es schaffen, gesellschaftliche Widersprüche auszuhalten. Die Anforderungen an die Innenstadt sind einem ständigen Wandel unterworfen, so dass Ziele und Konzepte in gewissen Zeitabständen neu zu justieren sind. Mit der Aufstellung des Integrierten Handlungskonzepts ist eine Möglichkeit gegeben, die die Stadt Viernheim nutzen will. Das Konzept entwirft einen Entwicklungskorridor, der einerseits hinreichend offen ist, um auf Veränderungen im Zeitablauf reagieren zu können und anderseits so genau ist, dass  die formulierten Projekte auch in der gewünschten Art und Qualität  umgesetzt werden. Aufgrund der Analysen und Gespräche sowie der daraus resultierenden Konzeptbausteine ist die folgende Leitlinie für die Entwicklung der Stadt Viernheim formuliert worden:

Die Innenstadt soll sich als Zentrum vielfältiger Funktionen und Möglichkeiten präsentieren, das Bürger und Besucher gerne aufsuchen und in dem Stadtgeschichte erlebbar ist. Durch eine umfassende städtebauliche Aufwertung wird in die Innenstadt besser in Wert gesetzt und ein neues Stadterleben ermöglicht.

Auf der neuen Homepage werden, bezogen auf sechs Handlungsfelder (Bausubstanz, Öffentlicher Raum, Verkehr, Innenstadtprofil, Kooperationen und Ordnung) übergeordnete Ziele definiert, die als gemeinsame Richtschnur dienen.
Einfach anklicken und sich informieren.

Lokale Ökonomie

Was bedeutet „Lokale Ökonomie?“
Mit Projekten zur Stärkung der lokalen Ökonomie unterstützen die Europäische Union und das Land Hessen Kommunen in ihren Bemühungen um eine Stärkung und wirtschaftliche Belebung ausgewählter Kernbereiche. Über die Förderung von bestehenden klein- und mittelständigen Unternehmen und Existenzgründern werden Arbeits- und Ausbildungsplätze erhalten bzw. geschaffen. Die Investitionen sollen außerdem die Qualität der gewerblichen Infrastruktur erhöhen.

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1. Viernheimer Shopping-Nacht am 8. Oktober: Einkaufen unterm Viernheimer Sternenhimmel

Shopping-Nacht mit Feuer, Musik und Zirkus bis 22:00 Uhr

Die City-Gemeinschaft Viernheim geht in die Offensive. Mit ihrem neuen Konzept "Shopping-Nacht" will sie die Verbraucher abends nach Feierabend in die Innenstadt locken. Mit Feuer, Musik und Zirkus und vielem anderen mehr. Die 1. Viernheimer Shopping-Nacht findet am Freitag, 8. Oktober, bis 22:00 Uhr statt. Die Innenstadt will sich damit als Wirtschaftsfaktor behaupten - auch gegen die starke Konkurrenz des Rhein-Neckar-Zentrums.

Unterm Viernheimer Sternenhimmel, im romantisch flackernden Licht der herausgeputzten Innenstadt einkaufen.

Warum nicht?

Zum Einkaufen ist es bekanntlich nie zu spät. Eine Shopping-Nacht hat viele Vorteile. Dann leuchten nicht nur die Angebote verführerisch im Dunkeln, sondern auch die Augen der Einkaufsbummler angesichts der vielfältigen Angebote. Für Abwechslung im alltäglichen Einkaufstrott sorgen Musik, Weinprobe, Live-Konzert mit den "Groovies" und sogar eine italienische Nacht mit Naro Vitale. Alle Viernheimer Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste aus der ganzen Region sind herzlich eingeladen.

 "Wir wollen mal etwas ganz anderes bieten als nur den traditionellen verkaufsoffenen Sonntag", sagt Stefan Hoock, Vorsitzender der City-Gemeinschaft Viernheim und Inhaber des Modehauses Winkler. "Die Idee zu der neuen Aktion kam aus der Gemeinschaft. Nachbargemeinden, die bereits erfolgreich ähnliche Aktionen gestartet haben, sind rundum zufrieden. Vielleicht gelingt der Viernheimer City-Gemeinschaft, sich in direkter Konkurrenz mit dem Shoppingtempel Rhein-Neckar-Zentrum zu behaupten und noch mehr Aufmerksamkeit für die Innenstadt bei den Konsumenten zu gewinnen."

Und dabei greifen die Verantwortlichen nach Feuer: "Jedes Geschäft soll das Thema Feuer irgendwie nach außen darstellen", sagt Hoock. Wie die Ladenbesitzer das machen, bleibt ihnen überlassen. Vor Hoocks innerem Auge erstrahlt schon jetzt die nächtliche Fußgängerzone im romantisch flackernden Licht aus Laternen und Lampions. Niemandem soll es beim nächtlichen Einkaufsbummel langweilig werden. Dafür sorgt die City-Gemeinschaft mit einem Rahmenprogramm voller Überraschungen und zahllosen Aktionen. Mit Feuer und Charme, Musik und Zirkus.

Eine italienische Nacht mit Naro Vitale und einem weiteren musikalischen Überraschungsgast kann erleben, wer beim Modehaus Winkler vorbeischaut. Stefan Hoock verspricht ein Feuerwerk zwischen den Kleiderständern.

Der Teeladen hat sich mit der Aktion "Teeverköstigung" in Verbindung mit einem Live-Konzert im Hof, mit der Viernheimer Formation "Die Groovies", auch etwas Originelles einfallen lassen. Im Times Café kann man sich nach Abstellen der vollen Einkaufstüten gemütlich machen, einen Long-Island-Ice-Tea als Sonderangebot schlürfen und gleich noch an einem Cocktail-Showmixen mit dem zweimaligen Weltmeister Ferhat teilnehmen.

Auch der Eine-Welt-Laden ist mit Feuer bei der Sache. Dort findet an diesem Abend ein "FAIRknuspern" statt: Süße und herzhafte Knabbereien mit diversen Dip-Saucen warten auf die Besucher. Nach dem Knabbern am besten gleich zum "Magnus-Spiele"-Geschäft rüber. Dort werden neue Familienspiele präsentiert, die auch gleich ausprobiert werden können.

Wer als homo ludens erfolgreich war und noch ein paar Euroscheine übrig hat, sollte gleich rüber zum Modehaus Sykora wechseln. Dort steht eine kleine Modeschau bei Zwiebelkuchen und neuem Wein auf dem nächtlichen Programm. Und wer Genuss auf einen Whiskey verspürt, einfach die Straßenseite wechseln. Die Buchhandlung "Schwarz-auf-Weiß" bietet jede volle Stunde eine Whiskey-Verkostung (um 19:00 Uhr, 20:00 Uhr und 21:00 Uhr) an. Es spricht auch nichts dagegen, gleich noch bei Parfümerie Heeß vorbei zu schauen oder bei Christine B. (Modepräsentation mit Parfümerie Heeß und Kamm & Schere).

Interessant auch die Vorführungen in der Nähgalerie (Rathausstraße 30). Wer dann nach einem "Absacker" begehrt, hat schnell den Weg zum Bettenhaus Sax (Weinprobe) gefunden. Doch dort bitte nicht ins Bett legen, sondern feine Weine probieren. Auch die Kultur kommt bei der 1. Viernheimer Shopping-Nacht nicht zu kurz. Das Kunsthaus Viernheim hat an diesem Abend ebenfalls bis 22:00 Uhr geöffnet.

Mit von der Partie sind auch: Vanessa´s Blumenatelier mit einem kleinen Herbstfest (Präsentation jahreszeitgemäßer Dekorationsideen rund um den Kürbis, dazu kann und soll Wein getrunken werden), die Drogerie Müller, H. Long, NKD, IhrPlatz, Tisch & Tafel, Blumen Michelhans und das Radhaus Andreas Hofmann und viele andere mehr. Auch Wörner Cocktail tragen musikalisch zum Gelingen der Shoppingnacht bei.

Nicht zu vergessen die Firma Raumkonzept (Vorführung Profi-Lederreinigung, richtiges Sitzen im Büro) sowie die Schneiderei Giuseppe Federico mit umfassender Beratung zu verschiedenen Stoffen im Bereich Damen- und Herrenbekleidung sowie Info und Demonstration von Pelz- und Lederverarbeitung.

Zum Einkaufen ist es nie zu spät. Das wird die 1. Viernheimer Shopping-Nacht mit ihren fassettenreichen Angeboten beweisen. Wer angesichts dieses neuen Konzeptes und der Angebotsvielfalt noch nicht auf den Geschmack gekommen ist, sollte sich gleich nach Feierabend ins Bett legen. 


Viernheimer Innenstadt: Die Ansiedlung von Wettbüros soll gestoppt werden

Urbane Vielfalt darf nicht verloren gehen

Erster Stadtrat Martin Ringhof will Niveau und Attraktivität der Innenstadt schützen

Wettbüros schießen bekanntlich auch in Viernheim wie Pilze aus dem Boden. Baudezernent Martin Ringhof will diesen Trend und den damit verbundenen Attraktivitätsverlust in der Innenstadt stoppen. Dabei hofft er nicht nur auf eine klare Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes. Auch baurechtlich sollen jetzt Fakten geschaffen werden, heißt es in einer Pressemitteilung der städtischen Presse- und Informationsstelle.

Ziel sei es, so Ringhof, durch die Ausweisung eines "besonderen Wohngebietes" (anstelle von "Mischgebieten") im Bebauungsplan Wettbüros in der Innenstadt grundsätzlich auszuschließen. Dafür sind aus formalrechtlichen Gründen verschiedene Beschlussfassungen in der Stadtverordnetenversammlung notwendig, die am Freitag über die Bühne gehen sollen: Aufhebung der Bebauungspläne für die Quartiere "Goetheschulblock" und "Rathaustraße/Hügelstraße".

Gleichzeitig soll im beschleunigten Verfahren die Aufstellung des Bebauungsplanes Nummer 248 "Innenstadt" beschlossen werden. Der Erlass einer Veränderungssperre wird die Handlungsfähigkeit der Stadt Viernheim zusätzlich sichern.

Erklärtes Ziel des Baudezernenten ist es, die Ansiedlung von Wettbüros und Spielhallen in aktiven Kernbereichen der Stadt prinzipiell auszuschließen. Das Vorgehen - so Ringhof - sei mit dem Kreis abgestimmt. Das neue - über 100 m² große Wettbüro gegenüber dem Kienle-Platz - betrifft, ist in keiner Weise zulässig. Hier muss der Kreis ein Nutzungsverbot aussprechen.

Was aus den bereits bestehenden Wettbüros wird, bedarf einer genauen Einzelfallprüfung. "Ausschlaggebend ist, ob eine Genehmigung für eine "Vergnügungsstätte" vorliegt", so Jörg-Michael Hass vom Amt für Stadtentwicklung und Umweltplanung.

Für 1. Stadtrat Martin Ringhof steht im Vordergrund, die Viernheimer Innenstadt als Schwerpunkt des zentralen Versorgungsbereiches, die sich aus der Mischung aus Handel, Dienstleistungen, Wohnen sowie kulturellen, kirchlichen und sozialen Einrichtungen ergibt, nachhaltig zu schützen.

Zur Information:

Im Bereich der Innenstadt ist seit einigen Jahren ein vermehrter Leerstand von Gebäuden zu beobachten. Diese lassen sich oft schwer vermieten oder es sind häufige Nutzerwechsel zu verzeichnen. Eine hohe Nachfrage besteht allerdings bei Betreibern von Spielhallen und Wettbüros nach Immobilien.

Als Konsequenz sind in den letzten Monaten mehrere Anfragen für Spielhallen in der Innenstadt eingegangen. Es ist damit zu rechnen, dass sich weitere Vergnügungsstätten, insbesondere Spielhallen und Wettbüros, ansiedeln wollen, die den städtebaulichen Zielen insbesondere der Erhaltung und Entwicklung des zentralen Versorgungsbereichs und der Wohnnutzung entgegenstehen. Diese übermäßige Ausbreitung der Vergnügungsstätten hat eine Verdrängung anderer Kerngebietsnutzungen zur Folge und führt damit zu einer Veränderung der Nutzungsstruktur. Nutzungen von Vergnügungsstätten und Gewerbebetrieben, wie Spielhallen, Wettbüros stehen einer Ansiedlung mit hochwertigen Sortimenten oder Dienstleistungen entgegen.

In den Auswirkungen führt das letztlich zu einem Absinken des Niveaus und einem Verlust an Attraktivität bezogen auf die umliegenden Geschäfts- und Dienstleistungsbetriebe und in Einzelfällen zu einem verminderten Lagewert von Immobilien.

Ziel und Zweck der Planung

Die Viernheimer Innenstadt als Schwerpunkt des zentralen Versorgungsbereiches, die sich aus der Mischung von Handel, Dienstleistungen, Wohnen sowie kulturellen, kirchlichen und sozialen Einrichtungen ergibt soll nachhaltig geschützt werden. Dem "Trading-down"-Effekt soll entgegengewirkt werden. Darunter versteht man den Qualitätsverlust von Einkaufstraßen und -zonen durch Verdrängung des traditionellen Einzelhandels und den Rückgang der gewachsenen Angebots- und Nutzungsvielfalt. Hervorgerufen wird dieser Effekt durch die Konzentration von Vergnügungsstätten.

Neben der nachteiligen Strukturveränderung stellen sich die beschriebenen Einrichtungen als Störfaktor im Erscheinungsbild eines Hauptgeschäftsbereiches dar. Durch die visuelle Abschottung zum öffentlichen Verkehrsraum (vollflächig verhangene oder verklebte Schaufenster) entsteht ein abweisender Eindruck, der zur Abwertung des betreffenden Straßenzuges und somit zur Destabilisierung des Geschäftsbereiches führt.

Neben der optischen Außendarstellung dieser Nutzungen ist des weiteren die vor allem mit Spielstätten assoziierte Suchtproblematik relevant. Auch die angesichts aktueller Untersuchungsergebnisse durchaus berechtigte Vermutung, dass die Veranstaltung von Glückspielen und Wetten vielfach im Bereich der Illegalität oder zumindest einer legalen Grauzone bewege, führt zu einer Negativwahrnehmung bei weiten Teilen der Bevölkerung. Diese führt dazu, dass entsprechend geprägte Straßenabschnitte von manchen Innenstadtbesuchern tendenziell gemieden werden.

Insgesamt bleibt festzuhalten, dass die gerade im Hauptgeschäftsbereich einer Innenstadt erwünschte urbane Vielfalt und Belebung durch ein Auftreten solcher Nutzungen nicht gefördert, sondern vielmehr erschwert wird.

Aus diesen Zielen leitet sich das Erfordernis ab, den oben beschriebenen Tendenzen einer Abwertung bestimmter Geschäftsbereiche durch Trading-Down-Effekte entgegenzuwirken und die Aufstellung des Bebauungsplan Nr. 248 und einem Ausschluss von städtebaulich störenden Vergnügungsstätten zu beschließen.


Weitere interessante Pressemeldungen finden Sie im Pressespiegel unter: www.viernheim.de/Pressespiegel.1838.0.html